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4 Prozesse in 1 Maschine: Lindor Maschine mischt, beschichtet und röstet Trockenfrüchte

Dass die Zusammenarbeit zwischen Lindor und einem deutschen Handels- und Verarbeitungsunternehmen für exotische Früchte letztendlich in einem einzigartigen Mischer, der vier Prozesse kombiniert, resultieren würde, hätte wohl kaum jemand ahnen können. Die von Lindor gelieferte Maschine mischt, beschichtet, trocknet und röstet, und dass bei einer Stellfläche von nur 4 x 4 Meter.

Bei dem Kunden handelt es sich um ein fortschrittliches Unternehmen mit einem vielfältigen Sortiment an exotischen Bio-Fairtrade-Früchten. „Das Unternehmen suchte nach einer effizienteren Methode zur Herstellung seiner gesüßten Obstflocken“, erklärt der bei Lindor für Deutschland zuständige Vertriebsleiter Michael Kaiser. „Die karamellisierten Flocken erwiesen sich als beliebtes Produkt, aber deren Karamellisierung war ein sehr arbeitsintensiver und zeitaufwendiger Prozess.“

Vom Mischer zur vielseitigen Prozessmaschine

„In all den Jahrzehnten, in denen wir Mischer herstellen, hat sich gezeigt, dass unsere Mischer sich auch hervorragend für andere Anwendungen als nur zum Mischen eignen. So fragte ein Kunde schon bald bei uns an, ob wir das Produkt während des Mischprozesses ggf. auch mit Flüssigkeit besprühen könnten. Später trat ein anderer Kunde mit dem Wunsch an uns heran, ob der Inhalt des Mischers auch getrocknet werden könnte“, erklärt Kaiser. „So wurde aus dem Mischer eine vielseitige Prozessmaschine.“

Zuckerglasur

Aufgrund dieser langjährigen Erfahrungen konnte Lindor für diesen neuen Kunden einen Mischer entwickeln, der in der Lage ist, die großen und kleinen Flocken in kurzer Zeit zu mischen. Die Flocken werden mit einer Spezialdüse am Produkteinlauf mit einer Zuckerlösung besprüht. Da sich der Mischer kontinuierlich dreht, werden die Flocken rundherum besprüht, sodass eine gleichmäßige Beschichtung erreicht wird.

Rösten

Nach der Beschichtung wird am Auslauf warme Luft eingeblasen. Diese Luft wird gegen den Produktstrom eingeblasen, damit eine optimale Wärmeübertragung erreicht wird. Die beim Trocknen freigesetzte Feuchtigkeit entweicht über den Entlüftungsanschluss an der Einlaufseite. Nach der Ableitung der Feuchtigkeit wird die Lufttemperatur erhöht und die Flocken werden geröstet, wobei die gewünschte goldbraune Karamellschicht entsteht.

Schlüsselfertiges Maschinenkonzept

In der Regel sind die Mischer von Lindor in einer Prozesslinie integriert, aber in diesem Fall deckt diese einzelne Maschine den gesamten Prozess ab. Die Bediener befüllen den Mischer mit Flocken aus Säcken. Anschließend wird das Programm ausgeführt, und nach einer Stunde kommen wunderschöne karamellisierte Flocken aus dem Mischer.

„Früher wurde dazu nicht nur ein Mischer benötigt, sondern auch ein Förderband mit Sprühtunnel und schließlich noch ein Ofen. Der Kunde spart also viel Geld, Platz und Zeit, und zudem wird ein besseres Endergebnis erzielt“, sagt Kaiser. „Darüber hinaus werden verschiedene Wechsel und sich eventuell daraus ergebende nachteilige Auswirkungen wie Produktverlust, Verunreinigung und eine zusätzliche Handhabung vermieden.“

Einfach und effizient

Der endgültige Prozess ist einfach und effizient. „Das ist mittlerweile eine unserer großen Stärken. Gemeinsam mit dem Kunden erarbeiten wir auf einfache und logische Weise die bestmögliche Lösung“, sagt Kaiser. Dies erfordert Kompetenz und eine gute Zusammenarbeit mit dem Kunden. „Um das optimale Produkt entwickeln zu können, wurden zahlreiche Versuche mit einem kleineren Labormischer durchgeführt. Dabei ist sehr viel Feinabstimmung erforderlich.“

Unzählige Einstellmöglichkeiten

Kaiser nennt einige Beispiele für die zu berücksichtigenden Prozessparameter: „Mit welcher Geschwindigkeit sollte der Mischer während der Homogenisierung laufen? Und beim Beschichten? Oder beim Trocknen und Rösten? Und wie lange sollte der Röstvorgang dauern? Die Flocken dürfen nicht klebrig sein, aber auch nicht verbrennen. Mit welcher Geschwindigkeit sollte die Zuckerlösung versprüht werden? Und welche Düse sollte verwendet werden? Mit welcher Geschwindigkeit sollte die warme Luft durch die Trommel geleitet werden? Das Produkt darf nicht weggeblasen werden.“

Diese Vielzahl von Parametern wurde sorgfältig aufeinander abgestimmt. Der Kunde war mehrmals bei Lindor, um gemeinsam Laborversuche durchzuführen. Die mit den Labormischern erzielten Ergebnisse sind auf die größeren Mischer skalierbar. „Die Zusammenarbeit mit dem Kunden ist sehr wichtig. Dieser verfügt über das nötige Produkt- und Prozesswissen und wir verfügen über das Know-how in Bezug auf unsere Maschinen und die damit verbundenen Prozesse. Gemeinsam erarbeiten wir so die optimale Lösung“, sagt Kaiser.

Auch nach mehrstündigem Betrieb bleiben die Flocken intakt

Die größte Herausforderung bei diesem Projekt war laut Kaiser die Empfindlichkeit der Flocken und die Ermittlung des erforderlichen Zeitaufwands für das optimale Rösten. „Eine Charge befindet sich länger als eine Stunde in der Trommel. Das Produkt darf natürlich nicht als Pulver aus dem Mischer herauskommen. Versuche ergaben, dass die Flocken auch nach längerer Verweilzeit in der Trommel vollständig intakt blieben. Das zeigt einmal mehr, wie schonend unser Mischer ist.“

Weitere Möglichkeiten

Dank des Mischers konnte die Effizienz, Kapazität und Qualität des Produktionsprozesses dieser Spezialprodukte deutlich gesteigert werden.

Möchten Sie Ihren Prozess auch einfacher gestalten?

Fragen Sie sich, ob wir auch Ihren Prozess wesentlich einfacher und effizienter gestalten können? Zögern Sie dann nicht, uns zu kontaktieren, um die Möglichkeiten mit uns zu besprechen.

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